2016: Reise nach Ahrensburg und zu den Hansestädten im Norden

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2016: Reise nach Ahrensburg und zu den Hansestädten im Norden

Die Kolpingsfamilie Schaag besuchte Ahrensburg und Hansestädte im Norden

Reise vom 25.09. -02.10.2016

In diesem Jahr stand eine Reise in den Norden Deutschlands mit Besuch der Hansestädte auf dem Programm. Erstes Ziel war die Stadt Lüneburg, die auf der Hinreise besucht wurde. Nach einem guten Essen besichtigten die Teilnehmer den historischen Stadtkern mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten in Begleitung von zwei Stadtführern, die in unterschiedlicher Weise, aber mit viel Begeisterung für Ihre Stadt, Erklärungen abgaben.

Weiter ging die Reise mit dem Bus nach Ahrensburg. Hier wurde im „Hotel am Schloss" Quartier bezogen und gleich am ersten Abend gut gespeist.

Am zweiten Tag stand die Hansestadt Lübeck auf dem Programm, die nach dem Frühstück besucht wurde. Auch hier begleiteten zwei sachkundige Gästeführer die Gruppe. Sie hatten bei einer Rundfahrt mit dem Bus und einem Stadtrundgang viel Interessantes über die kreisfreie Großstadt im Norden mit ihren sieben Türmen zu berichten. Neben dem Holstentor und dem Rathaus wurden noch andere, z.Zt. von der UNESCO geschützte Sehenswürdigkeiten besucht. Interessant waren die kleinen Eingänge zwischen den Häusern an verschiedenen alten Straßen durch die man zur Bebauung in den Hinterhöfen gelangte. In der Freizeit durften natürlich ein Besuch der prachtvollen Kirche „St. Marien", des Marzipanmuseums (mit Verkostung von Marzipankuchen) und eine Kahnfahrt nicht fehlen.

Am Dienstag stand eine Tagesfahrt in das „Alte Land" auf dem Programm, die von einer Gästeführerin begleitet wurde, die es verstand, die Schönheit der Landschaft und ihre Besonderheiten den Reiseteilnehmern in einer begeisternden Art näher zu bringen. Bei der Fahrt durch das größte geschlossene Obstanbaugebiet konnten schmucke Fachwerkhäuser mit bunt gemauerten Giebeln, geschnitzte Giebelschwänen, Brauttüren und Prunkpforten bestaunt werden. In der alten Hansestadt Stade besuchten die Teilnehmer, nach einem Bummel durch die kleinen Gassen mit ihren hübschen Fachwerkhäusern, den ehemaligen Stadthafen mit dem Holztretkran und dem Schwedenspeicher. In Jork, dem Herzen des „Alten Landes" wurde ein Obsthof besichtigt und eine Apfelsuppe verkostet. Auch dem Museum „Altes Land" wurde ein Besuch abgestattet. Alle waren begeistert.

Mit Hamburg wurde am Mittwoch die vierte und größte „Hansestadt" besucht. Auch hier erwartete die Gästeführerin die Teilnehmer und erklärte bei einer Stadtrundfahrt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Fahrt führte um die Außenalster mit den schönen Villen weiter zur Binnenalster mit dem Rathaus und zur Speicherstadt. Im Hamburger Wahrzeichen, der St. Michaeliskirche, dem „Michel" wurde das mittägliche Orgelkonzert besucht, an dem zunächst drei Orgeln einzeln zum Einsatz kamen. Eine vierte Orgel befindet sich auf dem Dachboden, ein „Fernwerk". Zum Abschluss kamen die große Orgel, die Konzertorgel und das „Fernwerk" zum Einsatz. Sie wurden gemeinsam von einem fünf-manualigen Zentralspieltisch aus, der auf der Konzertempore spielbar ist, bedient. Dies war schon ein besonderes Erlebnis. Weiter führte die Fahrt über die Reeperbahn, vorbei am Fischmarkt hin zu den Landungsbrücken. Dort wurde eine Barkasse bestiegen zur Rundfahrt durch den Hamburger Hafen, der eine Freizeit folgte.

Nach Rückkehr in Ahrensburg wurde in Begleitung einer Gästeführerin zunächst die schöne Schlosskirche in Ahrensburg mit ihrer reichen barocken Ausstattung, dem sehenswerten Hochaltar und Taufengel, der Kassettendecke sowie den besonderen Gebetshäuschen für die damaligen Grafen und Herrschaften des Schlosses, besucht. Es folgte ein Rundgang um das Wasserschloss Ahrensburg. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und eines der Hauptwerke der Renaissancearchitektur in Schleswig-Holstein. Die Gästeführerin berichtete über die wechselhafte Geschichte des Schlosses und der angrenzenden Gebäude.

Am Donnerstag war der „Busfreie Tag", an dem einige Teilnehmer noch einmal die Innenstadt von Hamburg erkundeten. Andere fuhren mit der Bahn in den Luftkurort Bad Segeberg mit der Marienkirche, einer Backsteinbasilika im romanischen Stil, sowie dem Kalkberg, dem Wahrzeichen der Stadt. Bad Segeberg ist weiterhin bekannt durch die Karl-May-Spiele. Andere Teilnehmer nahmen die Inneneinrichtung des Schlosses Ahrensburg in Augenschein und besuchten u.a. das Schlossmuseum.

Im „Hotel am Schloss" stand am Abend für die Reiseteilnehmer ein Gala-Buffet bereit. Wenn schon den Gästen an den vergangenen Tagen ein sehr reichhaltiges und köstliches Frühstück und Abend-Buffet serviert wurde, so ließ das Buffet auch an diesem Abend keine Wünsche offen und war mit vielen weiteren Köstlichkeiten reichlich bestückt, so dass alle nach Herzenslust schlemmen konnten.

Ein Unterhalter sorgte an diesem Abend auch für den musikalischen Rahmen und lud auch zum Tanz ein. Milli Hendricks, eine Reiseteilnehmerin, trug mit einem Vortrag zur guten Stimmung bei.

Die Fahrt am Freitag führte in die „Holsteinische Schweiz". Ein Gästeführer zeigte im Wechsel von Rundfahrten und Stadtrundgängen den Teilnehmern nicht nur die Schönheit der Landschaft mit einer traumhaften Naturkulisse, sondern auch die zahlreichen Schlösser, Herren- und Gutshäuser. So wurde in Plön u.a. das schöne Schloss mit dem weitläufigen Schlossgebiet und den Nebengebäuden besucht. Die frühere Residenz der Herzöge Schleswig-Holstein-Plön ist nun, nach aufwendigen Sanierungs- und Umbauarbeiten im Privatbesitz. Weiter führte die Rundfahrt über Malente. Die Stadt ist vielen durch die Sportschule bekannt. Nächste Station war Eutin, die Kreisstadt inmitten der Seenplatte der Holsteinischen Schweiz. Leider konnte aufgrund einer Landesveranstaltung das Eutiner Schloss nicht besichtigt werden. Es folgte eine informative Fahrt durch die sanfte Seen-, Wald- und Hügellandschaft des Naturparks Holsteinische Schweiz. Der einheimische Gästeführer wusste den Teilnehmern viel Interessantes zu vermitteln.

Am Samstag führte die Fahrt, nachdem man sich wieder reichlich am Frühstücksbuffet gestärkt hatte, in den Landeshautstadt Schleswig Holsteins, nach Kiel. Bereits im Bus gab Paul Syben einige Informationen zu den Sehenswürdigkeiten, die dann von den Teilnehmern in kleineren Gruppen besucht werden konnten. Im Hafen von Kiel lagen bei Ankunft die beiden großen Fährschiffe „Color Fantasy" und die „Stena Germanica", die von den Besuchern bewundert wurden. Die sehr schön ausgestattete Nikolai-Kirche am alten Markt mit dem Flügelaltar und dem prächtigen Kruzifix und der interessante Wochenmarkt in der Altstadt waren weitere Ziele.

Wieder in Ahrensburg angekommen, feierten die Reiseteilnehmer einen Wortgottesdienst in der künstlerisch neu gestalteten Pfarrkirche „Maria Hilfe der Christen", der von Friedhelm Hommes musikalisch mitgestaltet wurde. Es war wohl ein würdiger Abschluss dieser interessanten Woche. Paul Syben, der den Gottesdienst leitete, wurde unterstützt von Marie-Theres Siemes, Waltraud Rothkugel und Gisela Selder. Aus Anlass des Schutzengelfestes wurde das Thema: „Engel und Heilige heute" gewählt. In seiner Ansprache knüpfte Paul Syben eine Verbindung vom „Jahr der Barmherzigkeit" zu den Engeln und Heiligen, die oft liebenswerte und barmherzige Menschen waren. Er wies auf Mutter Teresa hin, die Heilige unserer Tage, die als „Engel von Kalkutta" und „Missionarin der Barmherzigkeit" bezeichnet wurde. Er verwies auf die „Engel unserer Tage" die viel Gutes tun und bat darum, den Aufruf des Papstes Franziskus mit nach Hause zu nehmen, der uns einlädt, immer barmherziger und gerechter zu werden und von Gottes Liebe Zeugnis zu geben.

Beim gemeinsamen Abendessen sprach Manfred Selder im Namen der Reisegruppe herzliche Worte des Dankes und überreichte eine Anerkennung an Maria und Paul Syben, die auch die diesjährige Fahrt gut vorbereitet, organisiert und durchgeführt hatten. Noch lange saßen alle in froher Runde zusammen. Ein besonderer Dank galt auch dem Fahrer.

Am Sonntag ging es dann wieder in Richtung Heimat mit einem Zwischenstopp in Münster. Bei einem Rundgang wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Rathaus mit Friedenssaal, Prinzipalmarkt, St. Lamberti, der Dom und der Kiepenkerl besucht. Gut in Schaag und Breyell angekommen, war eine schöne, harmonische und erlebnisreiche Fahrt wieder zu Ende.


Paul Syben

Foto: privat - Reisegruppe vor dem Plöner Schloss