Unser Pfarrbrief für Oktober/ November

Unser Pfarrbrief für September/ Oktober
16. September 2018
Unser Pfarrbrief für November/ Dezember
12. November 2018
Unser Pfarrbrief für Oktober/ November

Liebe Mitchristen,

in diesen Tagen erleben wir ein Impromtu (aus dem Französischen: aus dem Stegreif, überraschend) der uns umgebenden Natur. Denn so langsam streifen sich die bisher kräftig grün ausgestatteten Gewächse von Mutter Erde ein gelb-rot schimmerndes Gewand über: der Jahreszeitenwechsel steht an. – Die Schöpfung streift allmählich ihr Sommergewand ab und schmückt sich mit herbstlichem Zauber.


Vielleicht läßt uns dieses sich Jahr für Jahr wiederholende wunderbare Geschehnis ein wenig innehalten. Und wir schauen auf unser eigenes Leben, das sich so langsam, aber stetig, Richtung Herbst und später Winter unserer irdischen Existenz orientiert.


Einige Fragen hieraus resultierend sind sicherlich angebracht: „Was habe ich bisher aus meinem Leben gemacht?“ „Habe ich meine Lebensträume verwirklichen können?“ „Was ist das Ziel meines Lebens?“


Diese Fragen sind d i e entscheidenden Leitgedanken eines jeden Menschen. Was wären wir denn, wenn uns unser Schöpfergott nicht erschaffen und als Sein Ebenbild nicht Seine Ewigkeit in uns angelegt hätte? Wir würden uns als menschliche Wesen erfahren, deren Zeit in dieser Welt begrenzt ist. Irgendwann wäre das Leben vorbei und nichts käme mehr, weil der göttliche Gedanke der Gotteskindschaft nicht in uns wohnen würde.


Gottlob leben wir als vertrauende Christen mit einer Hoffnung: die Endlichkeit des Menschen hat nicht das letzte Wort. Da gibt uns jemand eine größere Zusage, die unseren menschlichen, irdischen Horizont übersteigt: „Du mein Sohn, meine Tochter, bist mir kostbar und wertvoll. Ich gebe Dir ewiges Leben, und Du gehst nicht verloren.“ (Joh 10,28) Der Monat November, der Übergang vom Herbst zum Winter, kann uns mit seinen Gedenktagen, an denen wir besonders derer gedenken, die mit uns gelebt haben und unsere irdische Welt bereits verlassen haben, Trost und Hoffnung schenken: Mit dem letzten Atemzug in dieser Welt ist nicht alles zu Ende, sondern Gott verheißt uns ein größeres, nie endendes Leben.


Ist dies nicht eine Chance, mit dieser Hoffnung zu leben?
Ein Gedanke wäre es wert.



Mit herzlichen Grüßen

Ihr Pastor

Günter Puts, Pfr.


zum Pfarrbrief