Unser Pfarrbrief für Januar/Februar 2019

Unser Pfarrbrief für Dezember/ Januar ’19
7. Dezember 2018
Unser Pfarrbrief für Februar/März 2019
17. Februar 2019
Unser Pfarrbrief für Januar/Februar 2019

Liebe Schwestern und Brüder,

das Neue Jahr hat begonnen. Bald ist schon der erste Monat des Jahres 2019 Geschichte. Und dennoch wissen wir nicht, was letztlich das ganze Jahr uns bringen wird. Am Neujahrstag fiel mir auf der Fahrt von Kempen nach St. Tönis eine Bank auf, die etwas deplatziert und verloren, dann sogar noch beschädigt, am Straßenrand stand. Und dennoch kann diese Bank am Straßenrand zum Ausruhen verwendet werden, kann sie für eine kurze Rast dienlich sein.

Was hat diese Bank mit dem Neuen Jahr 2019 zu tun? Vielleicht werden wir im ersten Augenblick sagen: „Gar nichts.“ Dies kann man so sehen, doch regt diese Bank meine Phantasie an, wo ich erkennen muss, dass ich mich manchmal deplatziert im Leben fühle. An manchen Stellen des Körpers scheint „der Lack ab“ zu sein, wäre eine „Reparatur“, ein Training zur Körperertüchtigung oder ähnliches angesagt. Denn nicht alles ist an uns perfekt oder so wie wir es gern hätten. Und dennoch haben wir auch viele gute Eigenschaften an uns, die uns ein gutes Gefühl spüren lassen, die uns zuversichtlich auf den Tag, die Woche und den Monat blicken lassen.

Auch im Laufe des Jahres sind manchmal Tage, die wir liebend gern abhaken möchten, weil nichts gelingt, weil die Menschen mit unserem Handeln, unserem Tun oder wir selbst mit uns nicht zufrieden sind. Dann gibt es wieder Momente, an denen wir spüren, dass uns manches gut von der Hand geht, dass wir gebraucht werden, dass wir nützlich sind.

So dürfen wir daraus schlussfolgern: „Es kann nicht an jeden Tag alles perfekt mit uns sein, wir dürfen – wie die Bank auf der Titelseite – ein paar lädierte Stellen haben, die nicht so perfekt sind.“ Und trotzdem können wir nützlich sein, für jemanden, der unseren Rat, ein gutes Wort oder eine helfende Tat benötigt. Dieses Gefühl, gebraucht zu sein, kann uns dabei helfen, die schweren Augenblicke in unserem Leben zu überwinden und neue Kräfte für die anstehenden Aufgaben in unserem Leben zu finden.

Jesus greift diese Lebenszweifel der Menschen damals wie heute auf. – „Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben.“ (Mt 6,20) „Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Plage.“ (Mt 6,34)

Vielleicht ist dies – gerade zu Beginn des Neuen Jahr – ein Rezept, um gelassen und gleichzeitig zufrieden durch das Jahr 2019 zu kommen. Machen wir uns weniger Sorgen, sondern vertrauen wir auf Gott, der unseren Lebensweg auch im Neuen Jahr begleitet.

So wünsche ich Ihnen ein von Gott behütetes Neues Jahr 2019.

Ihr Pastor

Günter Puts, Pfr.

https://sankt-lambertus-breyell.de/pfarrbriefe/unser-pfarrbrief-fuer-januar-februar-2019/