Die Disposition der Seifert Orgel in St. Lambertus, Breyell

II. Manual Hauptwerk C-g´´´ III. Manual Schwellwerk C-g´´´ Pedl C-f
Ged. Pommer 16´ Rohrflöte Principal 16´
Praestant Viola da Gamba Subbaß 16´
Spitzflöte Schwebung Octave
Octave Sing. Principal Rohrpommer
Koppelflöte Traverse Choralflöte
Superoctave Octave Rauschbaß 4f
Mixtur 5-6f Nasat 2 2/3´ Posaune 16´
Cymbel 2f Terz 1 3/5´
Kornett 3f C° Mixtur 4f
Trompete Englisch Horn 16´
Hautbois
Tremulant

Die Disposition der Chororgel in St. Lambertus, Breyell

I. Manual C-f´´´ Pedl C-f
Cromhorne Baß Subbaß 16´
Trompete Disk
Gedackt geteilt
Salicional
Principal
Rohrflöte
Octave
Nasard 2 2/3´

Die Disposition der Orgel in St. Peter und Paul Leutherheide

I. Manual C-g´´´ I. Manual  C-g´´´ Pedl C-f
Bordun Weidenpfeife Subbass 16´
Principal Rohrflöte

Waldflöte Octave

Zimbel 2/3´ 4f Terz 1 3/5´

Orgelkunde

Die Grundpfeifenarten

Die Pfeifenart und -form wirkt sich entscheidend auf die Klangfarbe und Lautstärke des erzeugten Tons aus.
Es gibt zwei Grundarten von Orgelpfeifen, die den Ton nach verschiedenen Prinzipien erzeugen:

1. Die Labialpfeifen (Lippenpfeifen)

2. Die Lingualpfeifen (Zungenpfeifen)

Orgel-Pfeifen2

Die Labialpfeifen bestehen aus einem Pfeifenkörper, der unterschiedlichen Formen haben kann, und einem Pfeifenfuß, durch den die Luft einge- blasen wird. Trennend zwischen Fuß und Körper liegt der Kern, der eine schmale Spalte frei lässt, durch die die Luft in Verwirbelung gerät und dadurch den darüber liegenden Pfeifenkörper zu Schwingungen anregt. Die Anzahl der Schwingungen und damit die Frequenz (= Tonhöhe des erzeugten Tons) wird bestimmt durch die Länge dieser Luftsäule, also der Länge des Pfeifenkörpers. Die Länge des Fußes hat keinen Einfluss auf die Tonhöhe

Orgel-Pfeifen1

Bei den Zungenpfeifen hingegen spielt sich alles im Pfeifenfuß ab: Die eingeblasene Luft trifft auf die Zunge, die als federndes Metallblatt auf der seitlichen Kehlenöffnung liegt. Dies alles ist in den Kopf (Nuss) eingebohrt und mit dem Aufsatz (Schallbecher) verbunden, der als Resonanzkörper wirkt.
Wenn nun die Zunge zwischen ihrer Ruhestellung und der Kehlenöffnung hin- und herschwingt, ergibt dies einen schnarrenden Ton, der völlig anders klingt, als Töne, die von Labialpfeifen erzeugt werden. Die Form und
Länge des Schallbechers entscheidet über den erzeugtenTon.

Die verschiedenen Pfeifenformen

Die klingenden Register der Orgel unterscheiden sich voneinander in der Tonhöhe, Klangfarbe und Lautstärke.
Die Tonhöhe wird durch eine dem Registernamen beigefügte Zahl angezeigt, die der Länge der jeweils größten Pfeife entspricht (im Fußmaß; 1´= ca. 28 cm).
Der Klang der Pfeife wird durch Bauart, Pfeifenweite, Winddruck, Labium, Material und Intonation bestimmt.
Außerdem spielen die akustischen Verhältnisse des Raumes eine Rolle.

  • Je weiter die Mensur (Dicke) um so mehr grundtöniger ist die Pfeife (2-1-3).
  • Je konischer desto mehr näselnder ist der Pfeifenklang(5-4-9).
  • Gedackt (mit einem Deckel) = eine Oktave tiefer.
  • Breite und dünne Zungen ergeben einen obertönig-schnarrenden
  • schmale und dicke Zungen einen grundtönig-runden Klang.

Traktur und Windführung

Der von einem elektrischen Gebläse erzeugte Wind wird mittels der Traktur über Bälge und Windladen an die Pfeifen herangeführt.
Als Windlade benutzt man heute fast ausschließlich die Schleiflade, die ihren Namen von den aus- und einziehbaren Leisten (Schleifen) hat, mit denen die Register betätigt werden.
Die Verbindung von der Taste zur Pfeife nennt man Traktur.
Bei der heute aus spieltechnischen Gründen verwendeten mechanischen Traktur ist die Verbindung durch Gestänge, Hebel und Winkel gewährleistet.

© 2020 – St. Lambertus, Breyell | Administrator Achim Bruns

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